Gebärdensprache

Unser Kindergarten ist eh sehr engagiert, aber aktuell lernen die Erzieherinnen die Gebärdensprache, damit Lasse die Möglichkeit hat den Kindergarten zu besuchen. Eine tolle Sache, die uns als Gemeinde stolz macht. Nun haben sich die Eltern des gehörlosen Jungen mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit gewandt, damit alle Beteiligten sich weiter mit der Gebärdensprache auseinandersetzen können. Aber schauen Sie selbst:

Hallo Ihr Lieben,

wir haben lange mit uns gehadert, aber nun wollen wir doch auf Facebook einen Spendenaufruf starten.

Wir sind uns gar nicht so sicher, ob mittlerweile jeder weiß, dass unser jüngster Lockenkopf ein ganz besonderer Sonnenschein ist. 
Lasse ist – für uns alle völlig überraschend - komplett gehörlos zur Welt gekommen und auch sonst dichtet der ein oder andere Arzt ihm leider ein Syndrom an und verunsichert uns mit allen möglichen eventuellen Entwicklungseinschränkungen.

Dank vieler toller Therapeuten, etlichen Förderungen und ganz viel Liebe hat Lasse schon sehr viel aufgeholt. Er hat sich motorisch wahnsinnig toll entwickelt und entgegen ärztlicher Prognosen sogar das Laufen erlernt – was so ohne Gleichgewichtsorgan sicher an ein Wunder grenzt.
Auch geistig entwickelt sich Lasse prima, so dass wir von Außenstehenden oft zu hören bekommen: 
„Was wollt Ihr eigentlich? Lasse ist doch ein ganz normales Kind. Er ist halt nur auf Gebärden angewiesen!“
Natürlich sind wir sehr stolz darauf! Doch es ist ein unendlich steiniger Weg, den wir da gehen müssen. 

Uns stehen als Familie nur 1 ½ Zeitstunden Gebärdensprachunterricht pro Woche zu, 
wobei sich noch immer die Stadt und die Krankenkasse nicht einig sind, wer letztendlich die Kosten dafür trägt.
1 ½ Stunden sind verdammt wenig, wenn man überlegt, dass es doch für uns eine ganz neue Sprache mit völlig anderer Grammatik ist.
Lasse gebärdet mit seinen fast 2 Jahren fleißig 3-Wort-Sätze und fordert uns sehr!
Er ist so wahnsinnig dankbar, wenn man ihn mit „Händen“ anspricht.

Aber nun endlich zu unserem Anliegen:
Nach langem hin und her haben wir uns jetzt ganz bewusst dafür entschieden, dass Lasse in den Regelkindergarten hier in Wuppertal gehen soll.
Dort war sein großer Bruder Finn und seine große Schwester Mira wird dort immer noch liebevoll betreut.

Als wir damals mit Lasses Gehörlosigkeit konfrontiert wurden, war es die Kindergartenleitung Diana Gerhardt, die auf uns zukam und sagte: „Wir haben im Team entschieden, dass wir die Gebärdensprache lernen wollen, damit auch Lasse bei uns in den Kindergarten gehen kann!“
Es dauerte nicht lange und Fr. Gerhardt begann im letzten Sommer fleißig mit ihren engagierten Mitarbeiterinnen nach dem Kindergartenalltag in der Freizeit die Gebärdensprache zu lernen. 
Darüber hinaus kam die Gebärdenlehrerin alle 14 Tage in den Kindergarten, um den Kindern die Gebärdensprache spielerisch näher zu bringen. Die Kinder waren begeistert.

Das Ganze wurde durch Spenden finanziert nur leider sind die Reserven langsam aufgebraucht.
Aktuell unterstützt der Förderverein des Kindergartens die Lehrstunden für die Erzieher, nur leider reicht das Geld nicht für die Kinderstunden und der Förderverein hat auch keine unendlichen Reserven.

Wir sind überwältigt von so viel Engagement und vor allem der Eigeninitiative des Kindergartens und würden nun gerne etwas zurückgeben, indem wir durch diesen Spendenaufruf versuchen dem Kindergarten zu helfen wieder Geld für den Gebärdensprachunterricht, vor allem für die Kinder, bereit zu stellen!
Möchtet Ihr eine kleine Spende abgeben, dann überweist doch bitte auf das Konto des Fördervereins unseres Kindergartens mit dem Stichwort „Gebärdensprache“.
Die Bankverbindung lautet:

Förderverein Kindergarten Kirchhofstraße
Sparkasse Wuppertal
IBAN: DE10 3305 0000 0006 4206 24
BIC: WUPSDE33XXX

Wenn Ihr eine Spendenquittung benötigt dann tragt bitte zusätzlich beim Verwendungszweck Euren Namen und die Anschrift ein.

Niemand wäre dankbarer für jeden Euro, als all die Kinder unseres Kindergartens, die diese Sprache lieben gelernt haben.

Wir möchten allen einfach mal D A N K E sagen, die uns in den letzten beiden Jahren, egal in welcher Form, unterstützt haben 
und es uns dadurch "einfacher" gemacht haben.